Mit einer Goldmedaille bei den Norddeutschen Meisterschaften und einer Silbermedaille bei den Deutschen Meisterschaften setzte Dennis Dodt seine erfolgreiche Saison eindrucksvoll fort.
Bei den Norddeutschen Meisterschaften am 4. und 5. Juli in Cottbus war Dennis über 800 Meter konkurrenzlos und sicherte sich in 2:14,88 Minuten souverän den Titel. Angesichts des starken Gegenwinds zeigte er sich mit der Zeit zufrieden. Am folgenden Tag lief über 1.500 Meter dagegen wenig zusammen. In 4:42,44 Minuten erzielte er seine bislang langsamste Zeit über diese Distanz. Körperliche und mentale Müdigkeit, fehlende Konkurrenz sowie der heftige Wind machten sich deutlich bemerkbar. Dennoch stand am Ende der zehnte Norddeutsche Meistertitel im zehnten NDM-Rennen seit 2022.
Nur zwei Wochen später standen vom 17. bis 19. Juli die Deutschen Meisterschaften in Mönchengladbach auf dem Programm. Über 1.500 Meter ging Dennis mit der drittbesten Meldezeit des Jahres an den Start. Das Rennen entwickelte sich wie erwartet zu einem offenen Titelkampf. Seine taktische Marschroute setzte er nahezu perfekt um und arbeitete sich mit einer bärenstarken Schlussrunde noch von Rang drei auf Platz zwei vor. Lediglich Titelverteidiger Tim Gollisch war an diesem Tag nicht mehr einzuholen. Für Dennis bedeutete die Silbermedaille zugleich seinen schnellsten 1.500-Meter-Lauf bei Deutschen Meisterschaften – rund drei Sekunden schneller als bei seinen bisherigen DM-Starts – sowie eine Verbesserung seiner Saisonbestzeit um zwei Sekunden.
Mit viel Selbstvertrauen trat Dennis nur rund 20 Stunden später über 800 Meter an. Vor dem Rennen galt der Kampf um Bronze gegen Massimo Lupisella als wahrscheinlich. Nach dem starken Auftritt über 1.500 Meter wollte Dennis jedoch mehr und griff sogar die Silbermedaille an, nachdem er am Vortag bereits Reinhard Berger hinter sich gelassen hatte. Der Sieg von Daniel Brün, der eine Woche zuvor einen neuen deutschen M50-Rekord aufgestellt hatte, schien außer Reichweite. Dennis setzte seinen Rennplan zunächst perfekt um und lag bis etwa 690 Meter in aussichtsreicher Position. Auf den letzten Metern wurden die Beine jedoch zunehmend schwer. In einer Zeit nur eine Sekunde über seiner Saisonbestleistung belegte er den vierten Platz. Massimo Lupisella profitierte dabei von frischeren Beinen, nachdem er auf einen Start über 1.500 Meter verzichtet hatte.
Am Sonntag folgte schließlich der Start über 400 Meter. Das Ziel lautete, die persönliche Bestzeit von 58,45 Sekunden zu unterbieten und einen Platz unter den besten Zehn zu erreichen. Beides gelang an diesem Tag nicht. Dennis belegte Rang elf und blieb rund drei Sekunden über seiner Wunschzeit.
Trotz des verpassten Top-10-Ergebnisses über 400 Meter überwog am Ende die Freude über die Silbermedaille über 1.500 Meter. Sie war bereits die zehnte Medaille bei Deutschen Meisterschaften, die Dennis Dodt in den vergangenen fünf Saisons gewinnen konnte – ein weiterer Beleg für seine außergewöhnliche Konstanz auf nationaler Ebene.

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